Um die Sicherheit ihrer Babys sind Eltern oft besorgt, und um diese zu gewährleisten, geben sie sich große Mühe. Die Frage nach dem richtigen Babyphone ist deswegen sehr wichtig.
Was ein Babyphone jedoch können muss, welche Funktionen zu seiner Grundausstattung gehören und unbedingt funktionieren müssen, worauf Eltern, um Geld zu sparen, getrost verzichten können und welches Babyphone für welche Ansprüche und Wohnsituationen besonders geeignet ist, das wissen viele junge Eltern nicht.
Die Babyphone Grundausstattung: Worauf ist beim Kauf zu achten?
Die Kernfunktion eines Babyphones ist die Audioübertragung von einem Sendergerät, das am Babybett platziert ist, zu einem Empfängergerät, das die Eltern bei sich tragen oder nachts neben ihrem Bett platzieren.
Gute Tonqualität und einstellbare Empfindlichkeit
Wichtig ist also besonders eine gute Tonqualität, denn wenn diese nicht optimal ist, ist das Gerät nicht zu gebrauchen. Bei einem analogen Babyphone tritt oft das Problem auf, dass es stark anfällig für Störgeräusche ist.
Vorteilhaft sind Babyphones, deren Empfindlichkeit einstellbar ist. In solchen Fällen können Eltern manuell einstellen, wie empfindlich das Babyphone auf Geräusche ihrer Babys reagieren soll. Wenn sie jeden Laut hören möchten, den das Baby von sich gibt, können sie die Empfindlichkeit auf die höchste Stufe stellen, wenn sie jedoch nur dann benachrichtigt werden möchten, wenn das Baby schreit, dann können sie die Empfindlichkeit herunterschrauben.
Reichweitenkontrolle zur Reduzierung von Strahlen
Alle Babyphones, die mittels Funkwellen funktionieren, erzeugen ein elektromagnetisches Feld. Es ist nicht ganz geklärt, wie sehr die Strahlung, die dadurch entsteht, dem Menschen schadet, doch dennoch oder gerade deswegen fürchten viele Menschen gesundheitsschädigende Konsequenzen, wenn sie sich und ihre Babys diesem sogenannten Elektrosmog aussetzen. Wer ein Babyphone haben möchte, das möglichst strahlungsarm ist, sollte sich entweder für ein analoges Babyphone oder ein Babyphone entscheiden, dessen Reichweitenkontrolle abschaltbar ist. Wenn sich Eltern dann sicher sind, dass die Verbindung zwischen Baby- und Elternteil besteht und sie ihren Standort nicht wechseln, können sie die Reichweitenkontrolle abschalten und bewirken damit, dass das Babyphone nicht dauerhaft sendet und strahlt, sondern erst aktiviert wird, wenn das Baby Geräusche von sich gibt.
In Bezug auf die Grundausstattung ist also, je nach Bedarf, auf Folgendes zu achten:
- Gute Tonqualität und geringe Störquellenanfälligkeit. Ein digitales Babyphone hat meist eine bessere Tonqualität als ein analoges Babyphone.
- Manuelle Einstellung der Empfindlichkeit
- Reichweitenkontrolle und die Möglichkeit, diese zu deaktivieren
Die Babyphone Zusatzfunktionen: Was ist wertvoll, was überflüssig?
Schon längst sind viele Babyphones nicht mehr nur auf ihre Grundausstattung beschränkt. Insbesondere produzieren viele Hersteller einerseits Babyphones, die nur auf die Grundausstattung reduziert sind, und daneben auch umfangreichere Modelle für diejenigen Kunden, die auch auf verschiedene Zusatzfunktionen Wert legen.
Manche sind hierbei wertvoll, andere eher überflüssig, während wieder andere Funktionen manchmal sogar störend sein können. Oft liegt dies auch im Auge des Betrachters oder ist abhängig von der Situation – eine Funktion, die für die Einen sinnvoll ist, kann für Andere störend sein.
Gegensprechanlage für Säuglinge sinnlos
So wird es beispielsweise einem Neugeborenen wenig bringen, wenn seine Eltern mittels einer Gegensprechanlage mit ihm sprechen können. Ist das Kind jedoch schon etwas älter, kann es durchaus sinnvoll sein, das Kind bereits auf eine solche Weise zu beruhigen oder es zu fragen, was ihm fehlt.
Anzeigen auf dem Babyphone: Nicht notwendig, aber praktisch
Ob Eltern Wert darauf legen, dass ihnen ihr Babyphone das Datum, die Uhrzeit, die Luftfeuchtigkeit oder die Temperatur im Babyzimmer anzeigt, kommt auf ihre Ansprüche an. In der Regel ändert sich jedoch die Luftfeuchtigkeit oder die Temperatur nicht schlagartig, die Preise von Babyphones steigen jedoch meistens je nachdem, wie viele Zusatzfunktionen sie beinhalten.
Einschlaflieder und Nachtlicht: Geschmacksache
Andere Zusatzfunktionen können den Eltern und Babys, je nach Hersteller und Modell, zusagen oder auch nicht. Einige Babyphones verfügen beispielsweise über mehrere Einschlafmelodien, die aber nicht jedem Geschmack entsprechen. Einigen Babys helfen sie beim Einschlafen, andere stören sie eher dabei. Ebenso verhält es sich mit integrierten Nachtlichtern, die den Geschmack mancher Kunden exakt treffen, während andere es zu grell oder zu dunkel finden oder mit der Farbe nicht einverstanden sind und es lieber aus lassen.
Das Gute an solchen Zusatzfunktionen ist, dass sie die Qualität des Babyphones in Bezug auf seine eigentliche Aufgabe nicht beeinträchtigen. Hat ein Babyphone Schlafmelodien, die dem Baby nicht gefallen, verwenden Eltern diese Funktion einfach nicht, was nichts daran ändert, dass das Babyphone im Idealfall optimal überträgt und eine hohe Reichweite hat.
Doch Käufer, die extra auf Grund von Zusatzfunktionen mehr Geld zu investieren bereit waren, sind meistens natürlich dennoch enttäuscht, wenn diese sie nicht glücklich machen können.
Babyphone mit Kamera: Das Baby aus der Ferne beobachten
Um den Schlaf des Babys noch besser kontrollieren zu können, sind Babyphones mit Kamera als ganz spezielle Zusatzfunktion entwickelt worden und erfreuen sich einer wachsenden Beliebtheit. Die Geräte, die deutlich mehr kosten als gewöhnliche, rein akustische Babyphones, verfügen über eine Kamera, die am Babybett befestigt wird, sowie über einen Bildschirm am Empfängergerät, auf den das Kamerabild gesendet wird.
Nachtsichtmodus, aber keine HD-Bildqualität
Darüber, dass sie ihr Kind bei Dunkelheit nicht sehen können, müssen sich Eltern keine Gedanken machen, denn in der Regel sind die Kameras mit einem Nachtsichtmodus ausgestattet. Doch die Bildqualität überschätzen viele Käufer und sind im Nachhinein enttäuscht darüber, dass sie ihr Baby nicht in HD-Qualität auf dem Bildschirm sehen. Deswegen sollten sich Eltern, bevor sie sich für ein Babyphone mit Kamera entscheiden, bewusst machen, dass die Bildqualität meistens ausreicht, um das Baby zu erkennen, aber nicht überragend gut ist.
Geringe Reichweite und viel Strahlung
Die Reichweite ist meist geringer als bei einem akustischen Babyphone, da hier viel komplexere Daten übertragen werden müssen. Wenn sich das Kinderzimmer in einem anderen Stockwerk befindet als das Schlafzimmer, kann es also passieren, dass die Videoübertragung nicht funktioniert.
Eltern, denen eine möglichst geringe Strahlung wichtig ist, ist ein Babyphone mit Kamera nicht zu empfehlen. Die Geräte arbeiten nicht nur mit der DECT-Technologie, sondern müssen auch direkt am Kinderbett platziert werden, damit eine Videoaufnahme des schlafenden Babys möglich wird.
Die Kamera sollte flexibel und in ihrem Neigungswinkel verstellbar sein, damit das Kind auch dann noch optimal gefilmt werden kann, wenn es seine Position im Bett wechselt.